Sat. Feb 22nd, 2020

Freiheit für inhaftierte Babys in der Türkei

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Heute vor 30 Jahren wurde die “Konvention der Rechte des Kindes” auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet.

Wir sind der festen Überzeugung, dass der Familie als Grundeinheit der Gesellschaft und natürlicher Umgebung für das Wachsen und Gedeihen aller ihrer Mitglieder, insbesondere der Kinder, der erforderliche Schutz und Beistand gewährt werden sollte, damit sie ihre Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft voll erfüllen kann. Wir glauben auch daran, dass das Kind zur vollen und harmonischen Entfaltung seiner Persönlichkeit in einer Familie und umgeben von Glück, Liebe und Verständnis aufwachsen muss.

In einer Welt, in der es immer wieder Gewalt und Grausamkeiten gegenüber Babys und Frauen gibt, ist es mehr denn je wichtig auf ihr Leiden hinzuweisen und unsere Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen.

In der heutigen Türkei sind 864 Babys und Kleinkinder mit ihren Müttern unschuldig in Gefängnissen eingesperrt. Der Großteil der Kinder ist unter sechs Jahren alt. Laut aktuell geltendem türkischem Recht darf eine schwangere Frau oder eine Frau mit kleinen Kindern während ihres Prozesses nicht inhaftiert werden. Trotz der der geltenden Gesetze der Türkei, werden fast täglich aufs neue Frauen mit Kindern verhaftet. 

Die Aufenthaltsbedingungen in türkischen Gefängnissen sind oftmals alles andere als menschenunwürdig. Den Kindern und Babys, die gezwungen werden teilweise jahrelang in diesen Gefängnissen mit ihren Müttern auszuharren, werden selbst Gegenstände des Grundbedarfs, wie altersgerechte Betten, Babynahrung und Windeln nicht zur Verfügung gestellt.

Da die hygienischen Bedingungen in diesen Gefängnissen oftmals sehr schlecht sind, leiden die Babys mittlerweile an unterschiedlichen Krankheiten. Selbst diese kranken Kinder werden entweder gar nicht oder erst sehr verspätet behandelt. Ein Gefängnis ist der denkbar schlechteste Ort, um Kindern und Babys ein einigermaßen vernünftiges Aufwachsen zu ermöglichen. Die meisten dieser Babys kennt die Welt nur in Form der Gefängnismauern, die Sie umgeben.

Dass Leid geht sogar soweit, dass schwangere Inhaftierte in Handschellen zur Entbindung gebracht werden, um anschließend mit ihren Neugeborenen wieder in ihre Gefängniszellen zurückzukehren. Es gibt Kinder und Babys, die seit drei Jahren mit ihren Müttern eingesperrt sind.  

In der Türkei sind alle kritischen Medieneinrichtungen mundtot gemacht worden oder geschlossen und hunderte Journalisten sitzen unschuldig in Haft. Aus diesem Grund hört niemand die Hilfeschreie der Mütter und ihrer Babys. Leider wird deswegen diesem Phänomen auch keine Aufmerksamkeit entgegengebracht. 

Gefängnisse sind keine Orte für Babys und Kinder. Sie dürfen nicht hinter Betonmauern und verschlossenen Metalltüren aufwachsen.

Aus diesem Grund fordern wir die sofortige Freilassung der Babys und ihrer Mütter.

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